18.04.2025, 15:00 bis 18:00 Uhr, Grüner Raum, Bad Wiessee
An diesem Ausstellungstag kommen Hahn Schorsch und das Milli Musi Projekt und spuin auf Hut.
„Das ist ein starkes Stück!“
„Diese Kunst ist doch Scheiße – aber malen kann er!“
„Unverschämtheit! Wenigstens riecht man nix!“
„Was, den Mist will er verkaufen??“
Für die einen Abfall – zu entsorgender Gefahrenstoff gar – für die anderen faszinierendes, nachhaltiges Material mit vielerlei Nutzen: als Baustoff, Dämmmaterial, Energieträger, als Dünger oder als Grundstoff für Papier, Textil, Bio-Kunststoff oder gar Arzneimittel. Kuhmist ist ein Material, das die Menschheit seit frühester Zivilisation begleitet.
Der Reichersbeurer Künstler Werner Härtl, Jahrgang 78, malt damit seit 2012 Bilder. Bilder die auffallen. Trotz ihrer monochromen Anmutung, die an alte, nostalgische Fotografien erinnert. Landschaft, Tiere, bäuerliche Architektur und Arbeit, Akt, Karikatur – seine Sujets sind vielfältig, das Malmaterial dabei stets Denkanstoß. Das Motiv transportiert immer eine Geschichte, stellt das Publikum in ein humorvolles Gegenüber.
Ein Material, das wenige abstößt, bei vielen jedoch Sehnsucht weckt. Sehnsucht nach dem einfachen Leben, nach sinnvoller – auch körperlicher – Betätigung, nach Kultur im Einklang mit der Natur. „HeiMahd“ im Grünen Raum in Bad Wiessee taucht genau da ein, zeigt eine Auswahl an Bildern, die ihre Kraft aus hintergründigem Humor, aus Spannung durch kontrastierenden Goldauftrag oder aber auch einfach aus der Wucht der dargestellten – und verwendeten! – Natur beziehen.
Diese Kunst muss nicht gefallen – sie will Staunen, Schmunzeln und Emotionen wecken.
Werner Härtl malt zu den Ausstellungszeiten auch live zum Miterleben. Gerne erläutert er seine Techniken und man kann sich davon überzeugen, ob die Bilder „Landluft“ verströmen oder nicht.
Werner Härtl bei der Malmaterialgewinnung