
Klassentreffen der Kabarettisten
Erich Kogler, Horst Eberl, Tobias Öller, Claudia Pichler und Michael Dietmayr. Foto: Alexia Zangenfeind
Kabarett in Hausham
Zum ersten Haushamer Kabarettbrettl hatte die Gemeinde Hausham eingeladen und fuhr einen großen Erfolg ein. Initiator und Moderator Erich Kogler, selbst Musikkabarettist, erzählt im Interview wie es dazu kam, welche Veränderung vorgenommen wurde und wie es weitergeht.
MZ: Was hat dazu bewogen, eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen?
EK: Als Veranstaltungsreferent im Haushamer Gemeinderat habe ich überlegt, welches Konzept möglichst viele Menschen anspricht. Vor allem wollte ich im Oberland weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne und Publikum bieten, indem ich eine Mixtur mit bekannten Künstlern auf die Bühne bringe.
MZ: An wen hast Du da besonders gedacht?
EK: An Claudia Pichler aus München. Sie ist in der „Grünwald Freitagscomedy“ im BR die „Fachfrau fürs Bairische“, aber hier kennt sie keiner. Sie hat Politologie studiert und über Gerhard Polt promoviert.
MZ: Und was ist das Besondere an ihr?
EK: Sie macht eine charmante Mischung aus intelligenter und skuriller Komik.
MZ: Und die anderen Kabarettisten, die Du eingeladen hast?
EK: Auch Horst Eberl aus Pleiskirchen in Ostbayern kennt keiner. Und dabei ist er ein total sympathischer Liedermacher. Er erzählt Geschichten aus dem Leben und man kann ihm stundenlang zuhören. Er ist auch Gitarrenlehrer und hat berichtet, wie er mit der Mutter einer Schülerin den Unterricht ausgemacht hat.
MZ: In der Ankündigung war von einer Preisverleihung zu lesen, dem Haushamer Hunt. Aber das hat nicht stattgefunden. Warum?
EK: Das haben wir wieder verworfen, denn das Haushamer Kabarettbrettl soll ein lustiges Treffen in der Art eines Klassentreffens sein, dann haben die Künstler keinen Stress und wir als Veranstalter keinen Stress.
Plakat Haushamer Kabarettbrettl
MZ: Der dritte im Bunde Tobias Öller ist indes im Oberland bekannt, in jüngster Zeit aber wenig präsent.
EK: Tobi schreibt nach wie vor Drehbücher und Texte für Kabarettisten und ist jetzt auch Lehrer am Chiemsee. Er hatte neue Nummern dabei, in denen er gewohnt schräg über sich und seinen Stand im Leben erzählt hat.
MZ: Auch Michel Dietmayr ist im Oberland bekannt.
EK: Michi ist Sänger, Musiker, Liedermacher und Schauspieler und einer der drei Gitarristen „3 Männer nur mit Gitarre“ gemeinsam mit Roland Hefter und Keller Steff. Er ist eine Rampensau und ist mit einem „Best of“-Programm nach Hausham gekommen.
Bürgermeister Jans Zangenfeind verteilt Brotzeitbrettl an die Protagonisten. Foto: Alexia Zangenfeind
MZ: Soll das Kabarettbrettl zu einer ständigen Einrichtung werden?
EK: Ja, wir planen es einmal im Jahr, eben als eine Art Klassentreffen oder eine Mischung wie auf einem Brotzeitbrettl. Deshalb hat auch Bürgermeister Jens Zangenfeind an alle Brotzeitbrettln als Dank verteilt. Wir wollen gemeinsam einen schönen Abend verbringen und wenn dann auch noch Leute kommen, ist es noch besser.
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