
Kiem-Pauli-Medaille für Klaus Altmann
Klaus Altmann, der Künstler. Foto: privat
Auszeichnung in Gmund
Seit fünfzig Jahren beschäftigt sich Klaus Altmann bei alpenländischem Volksgesang und hat dazu ein Buch herausgegeben. Jetzt werden seine Verdienste um das Liedgut von der Kiem-Pauli-Stiftung des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen geehrt.
Klaus Altmann hat zwei Leidenschaften, die Aquarellmalerei und Volksmusik, in beiden hat er es zur Meisterschaft gebracht.
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Während seine Begeisterung für die Kunst 1993 begann, startete seine Sängerlaufbahn früher. „Mit 22 Jahren habe ich mit dem Singen begonnen“, erzählt er. Die Liste der Formationen, in denen Klaus Altmann in verschiedenen Tonlagen sang, ist lang. Es sind renommierte Gruppierungen, wie die Riederinger Sängerinnen, die Roauer Sängerinnen oder Biwi Rehm. Sie alle nennt der Rottacher in der Einleitung zu seinem Buch und erinnert sich an die vielen gemeinsamen Bühnen- und Fernsehaufritte ebenso wie die Aufnahmen von Schallplatten und CDs sowie Radioaufnahmen.
Titel des Buches. Foto: privat
Er erinnert sich auch an die zahlreichen Sänger- und Musikantentreffen, an das Zusammensingen beim Hoagascht im alpenländischen Raum von Garmisch-Partenkirchen über Salzburg bis Wien.
Über vierzig Jodler habe er bei Bertl Witter aus Traunstein gelernt, berichtet Klaus Altmann, der in seinem Buch sowohl von seinen Erlebnissen als Sänger als auch seinem Leben als Maler berichtet und mit heiteren Anekdoten aufwartet.
Kiem-Pauli-Medaille. Foto: privat
Mitte Februar wird er nun für seine Verdienste um die Pflege des alpenländischen Volksmusikgutes geehrt. Gemeinsam mit der Tegernseer Zithermusi erhält er die Kiem-Pauli Medaille.
Der Gmunder Heimatforscher Beni Eisenburg erklärt die Herkunft und die Bedeutung der Medaille:
„Am 12. Dezember 1953 wurden in Rottach-Egern die Statuten für die Kiem-Pauli-Stiftung der Bayerischen Gebirgsschützen beschlossen.“ Der dem Kiem Pauli gebührende Dank werde durch die Stiftung einer Medaille äußerer Ausdruck verliehen.
Diese werde an Sänger, Musikanten und Förderer verliehen, die sich in außergewöhnlichem Maße um die Pflege des Volksliedes eingesetzt haben. Über die Verleihung entscheide ein Kuratorium aus drei bayerischen Landsleuten. Bis zu seinem Tod im Jahre 1960 habe der Kiem Pauli dabei mitentschieden.
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Die Medaille zeigt auf der Vorderseite ein Porträt des Kiem Pauli und auf der Rückseite eine Abbildung von drei Gebirgsschützen mit der Fahne.
Der Kiem Pauli. Foto: BR
Die Medaille sei ein Dank für die Verdienste um das Volkslied und solle auch als Ansporn für junge Sängerinnen, Sänger und Musikanten dienen, sagt Beni Eisenburg.
„Es ist mir eine große Ehre“ freut sich Klaus Altmann auf die Verleihung und verrät: „Das wird ein unterhaltsamer Abend mit einer illustren Gästeliste und es wird musiziert und gesungen.“